Kornellkirsche (Cornus mas)

 

Name: Der botanische Name > Cornus leitet sich aus dem lateinischen ab und steht für Horn der Beiname mas >für männlich. Zusammen bedeutet es, männliche Hornstrauch, da das Holz so hart wie das Horn ist. Tierliebaum, Herlitze oder gelber Hartriegel sind auch noch Beinamen dieser Pflanze.

Standort Dieser Strauch und auch als Bäumchen erhältlich, ist ein genügsamer Geselle der es liebt, an lichten, sonnigen Waldrändern Dämmen und in Hecken zu stehen. Gerne wird er zur Befestigung an Böschungen und Hängen gepflanzt. Hat er Sonne oder auch Halbschatten und einen durchlässigen lockeren Boden, beschenkt er uns mit besonders süßen Früchten. Die Kornellkirsche ist ein sehr gesundes Gehölz, Krankheiten sind nicht bekannt. Sie ist sehr langlebig und sollte nicht geschnitten werden. Doch das ist noch bei weiten nicht alles.

Blüte: Die Kornellkirsche ist ein Frühblüher, sie kann eine Wuchshöhe bis zu 8 m erreichen und gehört daher zu den Großsträuchern.  Die goldgelben Doldenblüten erscheinen vor dem Laubausbruch und blühen ab  März bis April. Im Frühling sind sie mit ihren leuchtend, gelben Blütenstand besonders  auffällig. Mit ihren Honigduft ziehen sie Menschen und Insekten gleichermaßen an. Im Spätsommer  verwöhnt der Strauch  unseren Gaumen mit seinen süß, säuerlichen erfrischenden Früchten.

Dieser schöne einheimische Strauch, nimmt mit seinen tollen Eigenschaften einen besonderen Sonderstellenwert ein. Die Kornellkirsche gehört zu den Nutz und Genusshölzern und ist sehr vielseitig verwendbar. Es ist so schwer das es im Wasser unter geht, es zählt zu den  härtesten heimischer Gehölzen.

Das  zähe elastische Holz wird zum Drechseln verwendet sowie das Herstellen von Werkzeugstielen und Spazierstöcken. Die alten Griechen nahmen das Holz für Wurfspeere und Lanzen für ihre Schlachten. Selbst der berühmte Bogen des Odysseus soll aus der Kornellkirsche stammen.

Die  Verwendung in der Rohkost

Jedes Jahr im Altweibersommer erfreuen mich die leuchtenden, roten Früchte die so üppig an den Zweigen hängen und mich im Spätsommer mit ihrem Anblick und Aroma verwöhnen. Die Nutzung der Früchte geriet lange Zeit in Vergessenheit, doch sie halten vermehrt auf Bauern- und Frischemärkten  wieder Einzug. Kornellkirsche  und andere Wild-Obst Sorten sind eine großartige Bereicherung auf dem täglichen Speiseplan, mit ihren Reichtum an Mineralien und Nährstoffen sind sie wahre Vitamin- Bomben und stellen herkömmliches, konventionelles Obst weit in den Schatten. Aus den Kirschen lassen sich herrliche Fruchtleder, Rohkost-Konfekt, Kuchen, rohköstliche Marmeladen, und Desserts herstellen. Am einfachsten befreit man das Fruchtfleisch von den Kernen mit einer flotten Lotte. Dieser Küchenhelfer ist in der Rohkost-Küche für Steinobst sehr dienlich.

Damit Zähne lange erhalten bleiben bietet uns Wildobst in jeder Form das beste Material für gesunden Genuss  an. Besonders beliebt bei meinen Enkelkindern sind Fruchtleder- Leckereien.

In der herkömmlichen Küche stellt man aus dem Früchte für Marmelade, Gelee, Saft, Kompott und Liköre her. Schon im Mittelalter wurde der Strauch in Klöstern kultiviert. Hildegard von Bingen 1098-1179 kannte die Kornellkirsche und empfahl sie zur Heilung von  Magen und Gicht Beschwerden. Die Kerne der Kirschen haben eine längliche hübsche Form und können für Kirschkern-Kissen verwendet werden.

 Erntezeit ist im Spätsommer von August bis September. Leuchtend rot hängen die Kirschen Dolden weise an den Sträuchern.  Sie sind ein wahrer Augenschmaus,  und verführen zum Naschen, doch bitte nur die Kirschen ernten die alleine in die Hand fallen, unreife Früchte hängen lassen. Am süßesten sind die, die Kirschen, die  am Boden liegen.  Sie sind saftig und reif, und am besten zum Verzehr  geeignet. Ältere Früchte lässt man wegen Schimmel Gefahr liegen.