Beinwell, Comfrey (Symphitum officiale)

Name: Beinwell der Knochenheiler,  er hat sich viele Namen mit seinen vielen Eigenschaften im  Lauf der Jahrhunderte erworben, Beinwell, Well oder Wall ist ein altes Wort für Heilen und zusammenwachsen. In einigen Mundarten heißt er auch Beinbrechwurz, Schadwurz, Schmerzwurz, Schadheilwurzel, Bruchkraut.

Er gehört zur Familie der Raublattgewächse (Borginaceae)verwandt mit Boretsch, Vergissmeinnicht, Lungenkraut, Hundszunge, Natternkopf.

Mit seinem üppigen Wuchs und hübschen Blütenglöckchen ist er eine wahre Augen- und Insektenweide. Seine Blätter sind sehr lang spitz zu laufend kräftig und behaart, ebenso der borstige Stängel. Seine Blüten sind in vielen Farbnuancen anzutreffen, sie reichen von einem kräftigen lila, pinkt, rosa, weiß bis zu der kleineren Gattung mit gelben Blüten. Sein netznerviges Blatt ähnelt dem Fasergewebe der Knochen. Die Wurzeln sind schleimig und strotzen geradezu vor Lebenskraft.

Planetarisch ist er dem Planeten Saturn zugeordnet. Saturn wird als Knochenmann dargestellt als Skelett mit einem Stundenglas. Saturn wirkt als Planetengott im Menschen in die tiefsten Tiefen hinein, bis in die Knochen.

Standort: Der Beinwell liebt die Geselligkeit und ist daher meistens in Gruppen zu finden. Er gedeiht sehr gut auf sonnigen  und halbschattigen Plätzen. Diese prächtige, farbenfrohe Pflanze liebt feuchte Füße, deswegen trifft man ihn in Feuchtgebieten, Auen, Waldrändern, Ufern oder Feuchtwiesen  an.

In der Rohkost sind Beinwellblätter eine wahre Delikatesse, sie lassen sich wunder bar füllen und zusammen rollen. Auf die Schnelle hat man eine nahrhafte Mahlzeit  gezaubert, aus ihnen lassen sich ganz schnell köstliche Wraps zaubern. Unterwegs falls der kleine Hunger kommt, nimmt man ein Blatt rollt es zusammen und beißt einfach ab. Da stillt den Hunger und gleichzeitig ist es beste Zahnpflege der Heilpraktiker Jörg Walker empfiehlt Beinwell gegen Karies. Die Blätter schmecken sehr mild und kleiden Mund und Rachenraum mit einem schützenden Schleimfilm aus. Natürlich kommt er auch in grüne Smoothies, Salate oder Rohkostsuppen als Zutat hinein.

Anwendung findet der Beinwell bei Verstauchungen, Knochenbrüchen, Karies, Arthrose, Gelenk und Rückenschmerzen. Beinwell (Symphitum) findet auch in der Homöopathie Verwendung.

Die Forschung spricht davon, dass  Beinwell auf die Leber gehen kann, das zeugt aus einer Studie als Wissenschaftler an Kühen experimentiert haben und ihnen eine extreme Überdosis an Blättern gegeben hat. Die Kühe hörten automatisch das Fressen auf. Anschließend gab man den Tieren  abermals Beinwell über Sonden. Diese hohe Dosis hatte zur Folge dass die Kühe sehr krank wurden. Wildkräuter sind Heilpflanzen. Es heißt,“ die Dosis macht das Gift“. Alles in Maßen genossen kann keinen Schaden anrichten. Schon kam auf Grund dieser Studie diese wunderbare Heilpflanze in Verruf. Von allem zu viel wird jeder krank das weiß jedes Kind. Es ist schade dass dann solche Studien veröffentlicht werden und mehr Schaden anrichten als Nutzen.