Quendel (Thymus pulegioides)

Fruchtleder Terasse Workshop Juli 14 097

Ist ein Verwandter vom echten Thymian und doch aber eine ganz eigenen Persönlichkeit mit spezifischen Merkmalen. Sein Aroma ist würzig und milder als das vom echten Thymian, außerdem ist er wertvoller und bekannter wegen seiner heilenden Eigenschaften.

Quendel stammt aus Mitteleuropa, er ist auch in den Alpen zu finden, dass Ihm zusätzlich den Namen „Berg-Thymian“ einbrachte. Sogar in Sibirien fühlt er sich heimisch. Der echte Thymian stammt aus dem südeuropäischen Mittelmeerraum.
Quendl ist auch unter volkstümliche Namen bekannt wie: Feld- Thymian, Sand-Thymian, Feldbulla, wilder Zimt, Feldkümmel, Geismayoran, Marienbettstroh, Quandl, Quenula, Rainkinderle, violetter Bohler.

Roh Juni 2014 139

Er gehört zu der Pflanzengattung: Lippenblütler > Lamiaceae.
Er ist ein wahres Gottesgeschenk. Wenn man Ihm erst einmal vertiefte Aufmerksamkeit schenkt, so wird jeder über diese liebliche dichten grünen Kräuterkissen mit Ihren violetten bis rosafarbenen aromatisch, würzigen wohlriechenden Blütenköpfchen überrascht und verzaubert sein. Sie bilden hinreißende Teppiche in der Landschaft. Ich kann es kaum erwarten bis ich wieder Barfuß am im Sonnenschein am See und Damm entlanglaufen kann und den herrlichen Duft der Quendelkissen einatmen kann. Vor allem tut schon alleine sein Anblick der Seele gut. Ich liebe dieses Kräutlein, er würzt hervorragend alle meine Speisen und ziert meine Wohnung mit seinen Blütensträußchen. Für den Wintervorrat lässt sich dies Pflanze hervorragend trocknen. Für Tee- und Gewürzmischungen ist er bestens geeignet.

Rohkost 2017 007

Pflanzenbeschreibung: Er bildet mit seinen zarten auslaufenden, kriechende Zweiglein kleine Pflanzenteppiche, die in der Blüte an kleine Duftkissen erinnern. Diese kleinen Kräuterkissen können eine Höhe bis zu 10 cm erreichen. Die Blüte sieht wie eine kleine kuglige Ähre aus, die aus zahlreichen kleinen violetten, rosa bis pinkfarbenen Blüten besteht. Die Blättchen sind ledrig hart, klein und oval.
Blütezeit beginnt für den Quendel ab Mai bis September.
Standort: Er bevorzugt steinige, karge und sonnige Plätzen. Da wo kein anderes Kraut wachsen mag, da fühlt sich der genügsame, bescheidene Quendel am wohlsten. Für Insekten ist er ein hervorragende Weide und Nahrungsquelle. Es ist ein Hochgenuss den Bienen mit Ihrem beruhigenden Summen beim fleißigen Sammeln von Blütenpollen zu zusehen. Seine ganze Kraft zieht der Quendel aus den sandigen Böden und aus der Sonne, durch sie entwickeln sich seine wertvollen aromatischen ätherische Öle. Er ist ein kleiner zäher Bursche, dem selbst der Frost nichts anhaben kann. Dieser kleine Halbstrauch ist winterhart. Man kann Ihn bis spät in den Herbst ernten.

Dez. 2015 101

Wie die meisten Wildpflanzen ist auch er ein Multitalent.In der Heilkunde werden dem Quendel viel heilwirkende Eigenschaften zugeschrieben.
Bekannt ist er für seine schleimlösenden Eigenschaften. Eines des wichtigsten Einsatzgebietes ist der Quendel bei Husten, Befreiung der Atemwege. Er ist sehr gut für Hautprobleme, Frauenleiden, Verdauungsbeschwerden, für Gelenkbeschwerden und Nervensystem. Aus eigener Erfahrung kann ich die schleimlösende Wirkung bei Husten bestätigen.

Außerdem soll er antibakteriell wirken, beruhigend, blutstillend, entzündungshemmend, krampflösend und schleimlösend wirken.

Roh Juni 2 2014 244

 

Verwendung in der Küche/ Rohkostküche findet er als aromatisches Würzkraut seinen Platz, für mediterrane Speisen, Salate, Suppen, Aufstriche, Nuss Käse- Sorten, Cracker, Rohkostbrote, Dressing, Soßen, Mayonnaise, Dips, Rohkost-Schokolade, usw.

Botschaft
Diese Pflanze hilft nicht nur körperlichen Leiden, denn er hat uns auch durch seine besondere Erscheinung etwas mitzuteilen.

Er steht für die Bescheidenheit, pure Lebensfreude, er teilt was er hat mit anderen Lebewesen ob Mensch oderTier. Er steht für das Miteinander-, Solidarität-, für die Einfachheit des Lebens, Selbstgenügsamkeit, Selbstliebe, Schönheit, Entspannung, Genuss. Außerdem für Stärke, Ursprünglichkeit, Wahrheit, Gesundheit und Widerstandskraft.

Rezept für eine leckere mediterane Pizza mit Quendel

Roland und markus Gastl10. Apr. 2014 070

 “ Pizza Piccolino“

Zutaten für den Boden

130 g Buchweizen(über Nacht einweichen)

1Tasse braunen Leinsamen oder goldenen (über Nacht einweichen)

½  Tasse Sonnenblumenkerne  (über Nacht einweichen)

1 Tasse Karotten und Zucchini Trester oder

Karotten und Zucchini zerkleinern

2-3 EL Olivenöl

Gewürze: Salz , ½ Tasse getrocknete Tomaten

2 cm St Lauch

10-12 EL Wasser

Wildkräuter: Dost (wilder Majoran) Quendl (wilder Thymian, Feld Thymian)Scharfgabe

 Zubereitung

Buchweizen, Leinsamen und Sonnenblumenkerne, durch die Saftpresse lassen und die Masse in eine Schüssel geben.  Getrocknete Tomaten im Blender zerkleinern, mit Gewürzen  und zerkleinerten  Gemüse in die Schüssel geben. Aus den Zutaten einen Teig herstellen. Einschübe für den Trockner oder Backbleche mit Dörrfolie auslegen. Aus den Teig kleine runde 3 mm dicke Pizzaböden mit einem großen Wein- oder Wasserglas ausstechen. Im Trockner die bis  Böden auf 40C° trocknen bis sie knusprig sind. Die Böden kann man auf Vorrat herstellen und in ein Gefäß  luftdicht aufbewahren.

Käse Belag

Zutaten

½  Tasse Sonnenblumenkerne (über Nacht eingeweicht).

1 Bund Wildkräuter nach belieben

1 EL Nama Tamari

Saft von ½ Zitrone

Etwas Wasser

Wildkräuter:  Quendl (Feldthymian), Giersch, Dost,

Fünffingerkraut, oder was gerade aktuell zu finden ist.

 Zubereitung

Alle Zutaten bis auf die Wildkräuter in einen leistungsstarken Mixer und zu einer feinen Sonnenblumencreme verarbeiten. Wildkräuter fein hacken und unter die Käsecreme geben.

Den Käse auf den Teigboden geben.

Gemüse Topping

Zutaten

5-6 braune Champion                                                

1kleine junge Zucchini

2 rote Spitz Paprika

½ rote Zwiebel

Cherry Tomaten

Salz, Chili,

Olivenöl

Wildkräuter: Dost, Quendl feinhacken

 Zubereitung

Gemüse in feine kleine Würfelchen kleinschneiden. Das Gemüse in gehackten Kräutern und Oliven-Öl in einer Schüssel schwenken. Die Gemüsemasse auf die kleinen Pizzaböden geben. Die Pizzen auf ein Ofengitter legen damit der Boden auch unten trocknen kann. Die Pizzen  im Dörrapparat oder Backofen auf 40C° 3 Stunden wärmen.