Die Brennnessel „Urtica“

 

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Laut Kräuterlektüre zählt die Brennnessel zur Pflanzengattung der Brennnesselgewächse (Urticarceae). Sie  gehört  zu den bekanntesten und eines der wichtigsten Heil-und Wildkräuter in der Rohkost.

Leider sehen die meisten Menschen sie nur als ein unangenehmes, brennendes Unkraut und Gartenpest. Seit dem ich weiß, wie wertvoll sie ist, habe ich sie mir in meinem Garten angepflanzt. Auf die Brennnessel sind bis zu hundert  Insektenarten angewiesen. Mir diente  sie als eines der stärksten Entgiftungs- und Nährpflanze. Sie hat einen weitaus höheren Eiweiß- und Eisenanteil als andere Pflanzen. Vor allem die Samen sollten mitgegessen werden, da sie mit ihrem überaus hohen Eiweißgehalt wahre Energiebomben für das Gehirn sind. Sie sorgen für optimale Leistungsfähigkeit und  füllen unsere grauen Zellen wieder mit neuer Energie auf.

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In der Rohkost steht sie mit dem Löwenzahn an erster Stelle, den durch Ihren sehr hohen Anteil an Eisen, ist sie sehr wertvoll für die Blutbildung und Reinigung. Außerdem ist sie eine wichtige Kalium Spenderin und sorgt für einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt.

Verwendung in der Rohkost                                                                                                                            

Ihre Stärke beweist sie im Frühjahr. Verarbeitet in grünen Smoothies ist sie eine pure Frischzellenkur. Auf leckere Art können wir uns mit der Brennnessel anfreunden und auf wundervolle sanfte Weise von Schlacken und Giften befreien. Sie bringt den Stoffwechsel und Zellwachstum wieder in Schwung, wirkt blutbildend und gleicht somit den Hämaglobinspiegel aus.

Die jungen Triebe sind besonders durch den hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt gesund. Im Frühling sind die Blätter am aromatischsten. Ernten kann man sie mit Stumpf und Stiel. Auch die Wurzeln werden verwendet. Die Samen lassen sich sehr gut als Energiespender auf Vorrat für den Winter trocknen. Frisch verzehrt oder getrocknet im Winter auf den Salat gestreut oder als Beigabe für den grünen Smoothie schmecken sie vorzüglich. Die Blätter sind ein aromatisches Wildkraut für Suppen, Rohkost Cracker, Brotaufstriche, Nuss-Käse und Gewürzmischungen.

Tipp: Damit man sich an den Brennhaaren  nicht brennt lege ich die frisch gepflückten Brennnesseln auf ein Arbeitsbrettchen und walze mit der Teigrolle drüber. Auf diese Weise werden die Brennhaare unschädlich gemacht.

Kosmetik Äußerlich für die Haare als Kurpackung eignet sie sich ausgezeichnet. Einfach 1 Hand voll in den Mixer mit Rofggenmehl pürrieren und anstelle von Schampoo verwenden. Auf den Kopf verteilen und einwirken lassen. Nach 15 Minuten kräftig mit kalten Wasser ausspülen. Ihr Haare werden es Ihnen danken

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