Der Honigvogel

Vegan oder nicht vegan?

Da ich beim Honig eine Ausnahme mache, sind manche Rezepte nicht immer ganz vegan. Ich betrachte Honig als ein sehr wertvolles, rohköstliches Naturprodukt und Geschenk. Für mich persönlich ist Honig, pure göttliche Liebes -Essenz, besser kann ich es nicht ausdrücken. Seit Jahrtausenden wird er als Nahrungs-Genuss- und Heilmittel geschätzt.

Wenn man bedenkt, wie bunte Blumenwiesen uns mit ihrer Blüten und Farbenpracht in Verzücken versetzen, uns mit ihren Magie verzaubern und mit ihren Düften betören, dann kann es keine Sünde sein, vom Naturgeschenk „ Honig“ etwas zu naschen.

Juni Rohkost 2013 281

Wenn Honig, dann nur in bio-Qualität und nicht unbedingt bio vom Supermarkt. In kleinen Naturkostläden werden kleine Imkereien unterstützt. Wenn die Möglichkeit besteht, dann kauft man Honig am Besten beim  Imker selbst, der vielleicht auch einen Einblick in seine Arbeitsstätte gestattet. Ich bin in der glücklichen Lage, dass ich im Freundeskreis einen Imker habe, der auch Homöopath ist. Ab und zu bekomme ich ein Gläschen „göttliches Blütengold“ geschenkt und deswegen ist er besonders wertvoll. Da kann ich sicher sein, dass ich reinen Honig bekomme, ohne chemische Behandlung oder Zucker -Zuffütterung.

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Vegan oder nicht vegan, das bleibt jedem selbst überlassen.
Doch bevor sie Honig ganz ablehnen, habe ich für Sie noch eine schöne Geschichte.

Die Geschichte vom Honig –Vogel

Es ist eine Weile her, dass im Fernsehen eine wunderschöne Doku über sehr außergewöhnliche Vögel gezeigt wurde.In Afrika und in Asien ist eine besondere Art Vogel-Gattung vertreten, die mit ihren einzigartigen Verhalten besonders hervorstechen. Man kennt sie unter den Namen „Honiganzeiger“.

Diese Vögel besitzen die Eigenart, Ureinwohner im Dschungel mit ihren lauten Rufen auf sich aufmerksam zu machen. Hat er seine Aufmerksamkeit bei Menschen geweckt, so fliegt er ein kleines Stück weiter und lässt sich erneut auf einen Ast nieder, bis die Menschen ihm folgen. Mit dieser Taktik führen diese Vögel den Menschen zu  Wildhonig-Nester, die hoch in den Bäumen hängen. Da die Vögel selber nicht in der Lage sind, an diese Köstlichkeit zu kommen, lassen sie die Ureinwohner das Bienennest etwas öffnen. Der Vogel schaut von seinem Ast ihnen geduldig zu und wartet auf seinen Anteil. Die Männer klettern auf den Baum und nehmen sich soviel sie brauchen und legen jedesmal für den Vogel zur Belohnung ein Stück Honig-Wabe auf einen Ast. Schwirren nach dem Aufbruch aus dem  Nest einzelne Bienen oder Wespen umher, ist das für den Honiganzeiger ebenfalls ein zusätzlicher Leckerbissen. Nicht nur Honig sondern auch Insekten und Larven stehen ebenfalls auf seinen Speiseplan, an denen sich der Honig-Vogel gütlich tut. Diese Vögel besitzen eine Darmflora die das Bienenwachs verdauen kann. Es gibt 14 Arten dieser Honiganzeige-Vögel, der bekannteste Vogel ist der Schwarzkehl–Honiganzeiger. Das Verhalten der Vögel ist rein instinktiv.

In dieser rührenden Geschichte findet eine natürliche Symbiose zwischen Mensch und Tier statt. Eine Respekt- und liebevolle Zusammenarbeit ermöglicht es mit diesem wunderbaren Beispiel, die Geschenke der Natur mit Dankbarkeit und Achtsamkeit entgegen zu nehmen.